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Hermann Parzinger: The Beginnings of the Animal Style in the Eurasian Steppes: New Discoveries from South Siberia
Abendvortrag / Conferenza serale

In der Kunst der skythenzeitlichen Reiternomaden der eurasischen Steppe dominierte das zeichenhafte Einzelbild, das der Lebenswelt mobiler Viehzüchter entnommen war. Das stilisierte Tier manifestierte übernatürliche Kraft, dem sich der Träger des Symbols anvertraute. Es entstanden autonome, über Generationen überlieferte Bildtypen. Sie blieben heilige Zeichen für die Person, die sich ihrer bediente, und Symbole für deren Rang im Wertdenken ihrer Zeit.

Der Vortrag geht den Anfängen des Tierstils in den Steppengebieten zwischen Jenissei und Aral-See nach. Aufgezeigt werden die bronzezeitlichen Wurzeln dieses Kunstschaffens, die äußeren Einflüsse, denen es ausgesetzt war, und der Kontext mit den sich wandelnden Kulturverhältnisse im 1. Jahrtausend v. Chr.

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.


Prof. Dr. Hermann Parzinger ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Zuvor war er Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts. Der Prähistoriker lehrt an der Freien Universität Berlin, ist Träger des Leibniz-Preises und ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sein derzeitiger Forschungsschwerpunkt liegt auf der Archäologie der frühen Reiternomaden in der eurasischen Steppe.












 

Termin
14. April 2010
18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
Palazzo Grifoni - Seminarraum
Via dei Servi 51
50122 Florenz

Ansprechpartner

Prof. Dr. Gerhard Wolf
E-mail: dirwolf@khi.fi.it
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